Januar 1904. In der sengenden Hitze von Okahandja beginnt ein Krieg, der die Kolonie Deutsch-Südwestafrika für immer verändern wird. Oberleutnant Wilhelm von Trotha, jung und erfüllt von preußischem Pflichtbewusstsein, erlebt die Belagerung durch die Herero unter Samuel Maharero und den Beginn einer unerbittlichen Verfolgung.
Was als Strafexpedition beginnt, entartet unter dem Kommando von General Lothar von Trotha zu einem systematischen Vernichtungsfeldzug. Die Schutztruppe treibt das Volk der Herero in die wasserlose Omaheke-Wüste und der berüchtigte Erlass vom 2. Oktober 1904 macht aus dem Krieg ein Todesurteil.
Zwischen den Barrikaden von Okahandja, dem Amboss des Waterbergs und dem Schweigen der Wüste verliert Wilhelm nicht nur seine Illusionen vom kolonialen Abenteuer. Er verliert auch seine Unschuld und einen Teil seiner Menschlichkeit.
Ein erschütternder Roman über Schuld, Gehorsam und das dunkle Kapitel deutscher Kolonialgeschichte, das bis heute nachwirkt.