Der vierte Band eines einzigartigen Forschungsprojektes
Im Südwesten des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation bildeten sich in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts drei Modelle der Reformation heraus, die sich voneinander abgrenzten und so in fruchtbare Auseinandersetzung gerieten. Im in dieser Edition ausgewerteten Briefwechsel der beteiligten Theologen fanden die Auseinandersetzungen Niederschlag.
Der vierte Band bietet eine Auswahl kritisch edierter Briefe aus den Jahren 1571 bis 1623. Sie dokumentieren das Bemühen um eine lutherische Einigung, das in der Konkordienformel von 1577 und dem Konkordienbuch von 1580 zum Ziel gelangt, machen auch die späteren Konflikte mit Vertretern des reformierten Protestantismus und der römisch-katholischen Kirche anschaulich und zeigen, wie der Einfluss der Theologen auf Fürsten und weltliche Obrigkeit am Beginn des 17. Jahrhunderts abnimmt.