Dieses Buch thematisiert den spannenden Wettlauf von humaner und »künstlicher» Intelligenz. Er findet statt in einer Umwelt, die durchdrungen ist von Komplexität, Dynamik und Unvorhersehbarkeit. Welche Intelligenz wird am Ende gewinnen? Vor 300.000 Jahre begann die Entwicklung des Homo sapiens, des modernen, weisen verstehenden Menschen. Im Verlauf seines wechselhaften Lebens hat er bis heute Herausragendes vollbracht, nicht ohne auch Rückschläge hinnehmen zu müssen. Letztlich siegten Kreativität und Vorausschaubarkeit - auch in Verbindung mit dem Zufall -, um in Wissenschaft, Ingenieurtechnik, Philosophie, Medizin, Kunst und weiteren Bereichen durch besondere Leistungen den Fortschritt der Menschheit zu sichern bzw. zu stärken. Es kam jedoch die späte Erkenntnis, dass der Mensch in seinem Fortschrittsglauben mehr auf ausgetretenen Pfaden zunehmend einseitige - ökonomisch getriebene - Ziele verfolgte, als die realistische, biosphärische und technosphärische Ganzheit im Blick zu haben und zu behalten. Das unerfreuliche Ergebnis zeigt sich schließlich Mitte der 1940er-Jahre, dem vermutlichen Beginn des neuen erdgeschichtlichen Zeitalters Anthropozän. Es besagt, dass der Mensch zunehmend Einfluss nimmt auf die umweltlichen (negativen) Veränderungen unserer lebenserhaltenden Umwelt. Zunehmendes Artensterben, Boden- Luft- und Wasser-Verschmutzung, persistente Giftstoffe, die sich in Organismen anreichern, konzentrierte Urbanisierung, Bodenversiegeln u. a. m., sind die unrühmlichen Begleiterscheinungen menschlicher Entwicklung. Nahezu parallel dazu erfanden Computerwissenschaftler Mitte der 1950er-Jahre die sogenannten »Künstliche« Intelligenz (KI oder AI für Artificial Intelligence). Dies machte in den letzten Jahren ihrer Entwicklung als programmierte Algorithmen, sogenannte Chat-Bots, KI-implementierte Roboter enorme Leistungssprünge. Dies zeigte sich bei autonomen Androiden selbst entscheidenden Drohnen, hilfreiche Meister von Mustererkennung (z. B. in der Medizin), mit Menschen kooperierenden Humanoiden (Cobots), Neurocomputer, bei dem sich humane Neuronen mit elektronischen Chips vernetzten, zwecks höherer Leistung und als Konkurrenz zu energiehungrigen "KI"-Chips usw. Der Umfang ihrer Anwendungen in Bio- und Technosphäre verläuft so rasant, dass täglich neue spezielle Anwendungen von »Künstliche« Intelligenz bekannt werden. Aber auch dieser technische Wettlaufteilnehmer ist nicht frei von Fehlbarkeit und Mängeln. Neu aufkommende wissenschaftliche Computer-Ethik und digitale Ethik stoßen in diese Richtung. Schließlich bleibt noch die Vision einer alles steuernden "Super-Intelligenz"!? Der Wettlauf ist bereits in vollem Gang und der Ausgang ungewiss. Paradoxerweise entscheidet letztlich der Mensch sowohl über seine eigene humane als auch über die von ihm in die Welt gebrachte »künstliche« Intelligenz. Das Buch spricht neben Studierenden einschlägiger Fachgebiete mit KI-Anwendung auch die interessierten Bürger an. Denn nicht nur die fachlichen Inhalte, sondern auch die vernetzten Zusammenhänge mit KI sind für ein ganzheitliches Verständnis notwendig, weil - alleine schon aus Gründen der Komplexität unserer Umwelt nichts isoliert betrachtet werden kann.
Das Buch thematisiert den spannenden Wettlauf zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz in einer komplexen, dynamischen und unvorhersehbaren Umwelt. Seit der Entwicklung des Homo sapiens vor rund 300.000 Jahren hat der Mensch Außergewöhnliches geleistet, ist aber auch an Grenzen gestoßen und hat problematische Entwicklungen ausgelöst. Besonders deutlich zeigt sich dies im Anthropozän, in dem der Mensch zunehmend negative Umweltveränderungen verursacht: Artensterben, Verschmutzung von Luft, Boden und Wasser, Anreicherung von Schadstoffen, Urbanisierung und Bodenversiegelung.
Parallel wurde Mitte der 1950er-Jahre die Künstliche Intelligenz (KI) aus der Taufe gehoben. Sie hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Ihre Anwendungen reichen von Chatbots und Robotern – auch kognitiven Robotern – über autonome Systeme und Mustererkennung bis hin zu Cobots und Neurocomputern. Trotz ihrer beeindruckenden Fortschritte bleibt auch KI fehleranfällig, weshalb Fragen der Computer- und Digitalethik immer wichtiger werden. Das Buch stellt damit die Frage, welche Form von Intelligenz sich langfristig durchsetzen wird, und betont zugleich, dass letztlich der Mensch über beide entscheidet.
Das Buch richtet sich neben Lehrkräften und Studierenden einschlägiger Fachgebiete auch an interessierte Bürger, denn nicht nur die fachlichen Inhalte, sondern auch die vernetzten Zusammenhänge mit KI sind für ein ganzheitliches Verständnis zwingend notwendig.