Lilo ist frustriert. Die Kinder sind aus dem Haus und ihr Teilzeitarbeitgeber,
der Hamburger Expolizist Erik Corvin, ist seit neun
Monaten mit seiner Rockband auf Tournee. Insofern gibt es nichts,
worum seine wortgewaltige und schlagkräftige Haushälterin sich
kümmern kann. Nur einmal in der Woche macht sie eine Inspektion
auf Corvins verlassenem Hof. Und dort steht eines Tages eine verzweifelte
junge Frau vor der Tür, die unbedingt den Ermittler, der
eigentlich mit Verbrechen nichts mehr zu tun haben will, um Hilfe
bitten möchte. Ihre Tante, deren Hof sie geerbt hat, soll Selbstmord
begangen haben. Und daran habe sie berechtigte Zweifel. Lilo schickt
sie barsch fort, kommt danach aber ins Grübeln. Eigentlich weiß sie
doch aus den vergangenen Fällen, wie Corvin ermittelt. Das kann sie
auch. Denkt sie. Und so beginnt sie mit der Recherche unter Nachbarn,
in Corvins Lieblingskneipe, auf einer Trauerfeier, in einer
Tanzschule bis ins Hamburger Rotlichtmilieu. Muss aber schmerzhaft
feststellen, dass alles doch nicht so einfach ist, wie sie sich
vorgestellt hat und der zunächst so überschaubare Fall Dimensionen
einnimmt, die sie total überfordern. Mit echten Profis hat sie es zu
tun und längst ist die selbstsichere Jägerin zur Gejagten geworden.
Die Situation wird zunehmend lebensgefährlich, bis eines nachts...