An den drei Rheinbrücken sind Sprengladungen installiert, in den Wäldern heimtückische Fallgruben und Stacheldrahtverhau entlang der plötzlich sehr spürbaren Landesgrenze, im Elsass Geschützdonner: Basel hält den Atem an.
Im Spannungsfeld des Industriezeitalters, zwischen Fortschritt und Zerstörung, Ausbeutung und Dekadenz, Rebellion und Repression faltet Werner Rysers Folgeroman zu «Die Revoluzzer» ein vielschichtiges, akribisch recherchiertes Stimmungsbild der Grenzstadt während des Ersten Weltkriegs auf. Unter dem Druck der permanenten Bedrohung direkt vor der Haustür kocht der Klassenkampf hoch, die Arroganz der städtischen Oberschicht prallt auf ein neues Selbstbewusstsein der Wehrmänner und der Pflegerinnen aus der Arbeiterklasse.