Wir erleben zurzeit einen Epochenwandel mit ebenso disruptiven wie tiefgreifenden Änderungen. Nicht zuletzt auch in der Agrarpolitik: Unter dem Deckmantel von Bürokratieabbau wird jede Form von Ordnungspolitik infrage gestellt und delegitimiert. Das zeigt sich bei der Zulassung von Pestiziden, bei der ineffizienten und rechtlich problematischen Düngepolitik, der mangelnden Regulierung des Bodenmarktes oder beim verschleppten Tierschutz. Tiefpunkt dieser Entwicklung ist das vorläufige Ergebnis des EU-Trilogs Anfang Dezember 2025 und die dort beschlossene weitgehende Deregulierung der Neuen Gentechnik. Das Vorsorgeprinzip, der Umwelt- und Verbraucherschutz sowie die Zukunft der gentechnikfreien konventionellen und ökologischen Märkte stehen zur Disposition.